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Blog & Wissenswertes

Petfluencer - Tiere in sozialen Medien

Längst sind soziale Medien nicht mehr nur das Zuhause von Menschen, auch Tiere sind oft im Mittelpunkt des medialen Interesses. Oft nur gemacht um uns den Tag zu versüßen, können Berichte, Bilder oder auch kurze Videos deutlich höhere Wellem schlagen.

Welche prominenten Tiere gibt es?


Das beste Beispiel hierfür dürfte die weltweit bekannte „Grumpy Cat“ sein. Als diese mit einem simplen Foto 2012 Berühmtheit erlangte, konnte wohl noch niemand ahnen, welche Ausmaße diese Geschichte haben würde. Innerhalb von nur zwei Jahren hat die Katze ihrer Besitzerin rund 100 Millionen Dollar eingebracht. Sie besitzt ihre eigene Internetseite samt Fanshop, in dem man sogar „Grumppuccino“ kaufen kann sowie Kaffee in drei verschieden Geschmacksrichtungen. Hinzu kommen hunderttausende Stofftiere, T-Shirts und sogar zwei Bücher gibt es über die mürrisch guckende Katze. Letztlich wurde sogar ein Weihnachtsfilm mit Grumpy Cat als „Darsteller“ gedreht. Sie erhielt Einladungen auf den roten Teppich, zu den MTV Music Awards und war die erste Katze, die eine eigene Figur in Madame Taussuds bekam. „Tardar Sauce“, Grumpy Cats eigentlicher Name, ist somit der vermutlich erste „Petfluencer“. So werden Tiere genannt, die über 100.000 Follower auf Instagram oder Facebook besitzen.

Doch woher kommt dieser große Rummel um die kleine Katze? Grund dafür ist ein Unterbiss und eine kleine Behinderung, „feliner Kleinwuchs“, weswegen es wirkt, als ob die Katze Tag ein Tag aus, schlecht gelaunt ihre Mundwinkel nach untern zieht. Wie angenehm das, samt dem existierenden Medienrummel und wöchentlichen Fotoshootings, für die Katze wirklich ist, sei nun einmal dahingestellt. Für ihre Besitzerin jedenfalls ein lohnendes Geschäft mit dem Tier.

Medienpräsenz für den guten Zweck


„Tuna“, für viele besser bekannt als „Phteven“ ist ein Chihuahua-Dachsund-Mischling und avancierte bereits 2011 zum Superstar der Tierszene. Was ihn ausmacht? Weder eine Krankheit noch eine Behinderung. Es ist ein simpler Überbiss, welcher für diese Rasse absolut typisch ist. Sage und schreibe 1,9 Millionen Menschen folgen dem Hund bei Instagram oder ähnlichem. Dabei hat er keine rosige Vergangenheit. 2010 wurde er von Tierschützern am Straßenrand aufgenommen, da ihn seine vorigen Besitzer dort ausgesetzt hatten. Kurze Zeit später bereits adoptiert und DAS Thema der sozialen Netzwerke. Auch Tuna darf sich ein Buch in den Lebenslauf schreiben. „The Underdog with the Overbite“ ist ein Bilderbuch, dessen Erlös von der Besitzerin an diverse Tierschutzorganisationen gespendet wird. So möchte Tuna, bzw. seine Besitzerin, darauf aufmerksam machen, dass alle Tiere ein Zuhause verdienen, ganz egal, ob sie optisch nicht der Norm entsprechen.

Ein eher ungewöhnliches Haustier ist „Juniper“, ein Fuchs, der Grumpy Cat in Sachen Berühmtheit wohl kaum nachsteht. Mit satten 1,8 Millionen Followern ist auch Juniper ein Schwergewicht im Internet. Sie stammt aus Generationen der Fuchszucht für die Pelzindustrie. Da diese sich jedoch nicht mehr lohnt, wurde Juniper ausgesetzt und glücklicherweise von der Amerikanerin Jessica gefunden und großgezogen. Zusammen mit Hund „Moose“ bilden sie ein unzertrennliches Paar und sind absolute Stars im Netz. Die beiden zeichnen sich jedoch, im Gegensatz zu Grumpy Cat, größtenteils durch ihre verspielten Bilder im Alltag aus, wodurch man glatt vergessen mag, dass Füchse keine Haustiere sind. Dass Füchse sich im Normalfall auch nicht als Haustier eignen, warnt auch Besitzerin Jessica. So niedlich sie auch sind und so viel Berühmtheit sie auch besitzen, sie sind nicht wie Hund oder Katze und es erfordert enormes Wissen und Zeitaufwand sie zu halten. In Deutschland ist das Halten eines Fuchses als Haustier derweilen unmöglich, da diese als Wildtiere in Wildgehegen gehalten werden müssen.

Ist wirklich alles Gold, was glänzt?


Nein! Es sei auch erwähnt, egal wie glücklich die Tiere zu seien scheinen oder es vielleicht auch wirklich sind, die erdrückende Mehrheit der Tiere findet das tägliche verkleiden oder Fotoshootings mehrmals die Woche, um die Internetkarriere voran zu bringen, höchstens gerade so zumutbar. Viel mehr bedeutet dies allerdings enormen Stress und wird mit negativen Erinnerungen verknüpft. Das beste aktuelle Beispiel sind sogenannte „Schäm-Videos“, bei denen Tieren eben dieses menschliche Gefühl nachgesagt wird.

In diesen Videos werden Tiere gefilmt, kurz nachdem diese „Schandtaten“ verübten. Sei es das Zerstören von Couchbezügen, Pantoffeln oder dem unerlaubten Fressen einer Nahrung. Die Kamera wird in den meisten Fällen von oben filmend dicht an den Übeltäter gehalten, während Herrchen oder Frauchen auf die Hunde einreden und diese energisch nach „Ausreden“ oder „Entschuldigungen“ fragen. Die meisten Hunde wenden den Blick ab und reagieren ausweichend. Ein augenscheinliches Bedauern der Tiere. In Wahrheit jedoch wissen diese Tiere nicht, was es mit diesen meist zerstörten Gegenständen auf sich hat. Das gezeigte Gefühl ist also keineswegs Scham, sondern vielmehr Angst. Vielleicht hat Herrchen das letzte Mal ohne Kamera anders reagiert? Man sollte daher sehr genau abwägen, ob man seinen Haustieren das alles zumuten möchte, für 15, sehr unwahrscheinliche, Minuten Ruhm.

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