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Haustiere als Therapeut?

von Nele Kost / Fotos: fotolia.de
Dass Hunde uns Freude bereiten und uns so manches mal das Lächeln zurück ins Gesicht zaubern können, wenn uns gerade eigentlich nicht nach Lächeln ist, ist kein Geheimnis. Auch, dass die tiergestützte Therapie besonders bei Menschen mit Depressionen immer mehr Anklang findet, hört man immer wieder. Doch was genau macht dieses therapeutische Potenzial von Hunden aus? Was ist das Besondere an der Beziehung zwischen Mensch und Hund?

Diese und andere Fragen beantwortet die 23-jährige angehende Gärtnerin Laura (Namen von der Redaktion geändert), welche seit zweieinhalb Jahren unter Panikattacken und Angstzuständen leidet und ihr Leben seit nunmehr einem halben Jahr mit ihrer nicht weniger ängstlichen Hündin Lolle bestreitet.


Einen tierischen Partner habe sich die Hundebesitzerin schon lange gewünscht. Lolle habe sie aus Griechenland einfliegen lassen und seither fühle es sich so an, als hätten die beiden eine gemeinsame Aufgabe zu bewältigen – die Angst. Genau deswegen können die beiden sich gegenseitig Sicherheit geben: „Also ich gebe ihr Sicherheit und sie gibt mir Sicherheit. Weil wir beide halt Angst haben. Und das ist auch total interessant – also ich hab nicht immer ganz viel Angst, das ist total tagesformabhängig. Und wenn ich mal einen richtig guten Tag habe, wenn ich überhaupt gar keine Angst habe, dann merkst du das an dem Hund direkt. Die ist dann auch viel selbstbewusster und viel angst-befreiter. Und das pusht mich dann selber auch immer weiter – zu sehen, wie es ihr gut geht, dann geht es mir gut. Und ich glaube das ist bei ihr auch so – wenn sie merkt, dass es mir gut geht, dann geht es ihr auch gut“, berichtet Laura.

Neben der Sicherheit seien es auch die Verantwortung für das Wohlergehen eines anderen Lebewesens und die neu gewonnene Struktur, die Lauras Alltag bereichert hätten. Aufgeweckt und mit liebevollem Blick auf ihre Hündin erzählt sie, dass Lolle ihr die Motivation und das Selbstvertrauen dazu gebe, sich mehr um sich selbst und ihr eigenes Wohlergehen kümmern zu können. „Ich brauchte jemanden, um den ich mich kümmere. Damit ich mich auch wieder um mich selber kümmern kann.“ Die Tatsache, dass sie sich um ein anderes Wesen kümmern kann, gebe ihr das Vertrauen, dass sie auch Verantwortung für sich selbst übernehmen könne.

Die Kommunikation in der tierischen Partnerschaft sei mit der Kommunikation zwischen Menschen nicht zu vergleichen. Als „deutlich subtiler“ und „nachsichtiger“ beschreibt Laura die Verständigung zwischen ihr und Lolle. „Ich muss sie einfach nur angucken und ich weiß, was sie denkt und sie guckt mich an und versteht, was ich von ihr will. Das klingt total hochgestochen aber ja, das ist einfach dieses unsichtbare Band, was man zu diesem Wesen hat.“ So müsse Lolle überhaupt nichts tun, um Laura in ihren schlechten Momenten zu helfen: „...und wenn ich dann mal wieder eine Panikattacke habe, dann ist sie da. Sie merkt das auch sofort, wenn es mir nicht gut geht. Sie wird dann direkt unruhig und fiept ganz viel und dann lege ich mich einfach neben sie auf den Boden und sie ist einfach bei mir. Sie macht nicht viel aber sie ist da und das hilft ungemein.“

Nicht zuletzt sei es die bedingungslose Liebe zwischen den beiden, die Lauras Leben bereichere. „Oft ist bei psychischen Erkrankungen ja die Selbstliebe bzw. die mangelnde Selbstliebe ein ganz großer Faktor. Und wenn du morgens aufstehst und dir geht’s schlecht und dann läuft da so ein kleines, schwanzwedelndes Wesen hinter dir her und freut sich wie sonst was, dass du jetzt aufgestanden bist - dadurch fühlst du dich direkt besser.“

Geheilt habe der Hund Laura nicht und sie betont, dass eine solche Erwartung nicht realistisch sei: „ man darf jetzt nicht denken, dass man sich einen Hund holt und man wird geheilt. Ich leide immer noch unter den selben Problemen und die sind auch immer noch genauso ausgeprägt wie vorher. Aber ich habe mittlerweile mehr Strategien gefunden, um damit umzugehen: „Wenn ich darin versinke, dann kann ich mich nicht um Lolle kümmern und ich will, dass es ihr gut geht.“

Verantwortung, Struktur im Alltag, bedingungslose Liebe, der Aufbau von Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und die vertraute Kommunikation zwischen den beiden seien es also, welche die tierische Partnerschaft zu einem besonderen und heilsamen Teil ihres Lebens machen.

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